Sprachreisen nach Norwegen als Aktivurlaub: Lernen in Bewegung

[Dies ist ein Gastbeitrag von Yvonne Moutoux von norwegischkurse.com.]

Wer eine Sprachreise bucht, will auch Land und Leute kennen lernen und nicht nur im Klassenzimmer büffeln. Genau dafür sorge ich, denn „Lernen in Bewegung“ ist mein Motto. Seit über zwanzig Jahren biete ich als Muttersprachlerin und studierte Skandinavistin Sprachreisen nach Norwegen an. Aus Erfahrung weiß ich also, dass die Aufnahmefähigkeit deutlich steigt, wenn meine TeilnehmerInnen sich beim Lernen oder auch zwischen den Lernphasen draußen an der frischen Luft bewegen. Und darum plane ich während meiner einwöchigen Norwegischkurse in Oslo, Hovden, Balestrand und Tysnes konsequent gemeinsame Ausflüge ein.

Wie sieht ein typischer Unterrichtstag während einer Wintersprachreise nach Hovden (jedes Jahr im Februar/ März) aus? Und was passiert im Vergleich dazu an einem Kurstag im sommerlichen Oslo? Davon möchte ich gern ein bisschen erzählen.

Hovden im Winter: Ski fahren in der Lernpause

Yvonne Holden-Skihang Sprachreisen nach NorwegenEinen typischen Unterrichtstag gibt es in Hovden nicht, denn wir richten uns nach dem Wetter und den wintersportlichen Vorlieben der TeilnehmerInnen. Die Sonnenstunden nutzen wir in der Regel individuell, um die Ski unterzuschnallen. Deshalb treffen wir uns für den Norwegischunterricht meistens in den Morgenstunden und noch einmal am frühen Abend.

Am ersten Tag gehen wir gemeinsam durchs Dorf, damit alle wissen, wo sie Ski und Schneeschuhe mieten können, wo die Loipen und Skilifte starten, wo sie einkaufen können – zum Beispiel Elchwurst beim Bio-Schlachter – und in den nächsten Tagen der Norwegischunterricht stattfindet.

Yvonne Hovden-LanglaufIm überschaubaren Hovden treffen wir uns zum Norwegisch lernen gern an wechselnden Orten, mal in der kleinen öffentlichen Bibliothek, mal in der gemütlichen Lounge eines Hotels im Zentrum. Der Vorteil ist, dass wir dort jeweils auch die offene Internet-Verbindung nutzen können. Und wenn mehrere Kursteilnehmer in einer größeren Hütte wohnen, bietet sich der Gemeinschaftsraum als Unterrichtsraum an. Dann lernen wir auch mal beim gemeinsamen Frühstück und nutzen damit den Tag optimal aus.

Ein ganz besonderes Ereignis im Laufe der Kurswoche ist gesetzt: Wir treffen uns mit den Schülern des Skigymnasiums, deren Deutschlehrer ein guter Freund von mir ist. Im Tandem wird an einem Vormittag abwechselnd deutsch und norwegisch gesprochen – eine einmalige Chance, den Trainings- und Schulalltag der zukünftigen Ski-Elite Norwegens kennenzulernen!

Oslo im Sommer: Lernen unterwegs, jenseits der klassischen Touristenattraktionen

Yvonne Oslo-MarkaOslo im Sommer lädt zum Flanieren und zum Verweilen in den Cafés unter freiem Himmel ein. Am ersten Unterrichtstag treffen wir uns auf dem Campus der Universität (wo es auch einen sehr gut sortierten Buchladen gibt) und erkunden von dort aus verschiedene Viertel der Stadt zu Fuß.

Viele meiner TeilnehmerInnen nutzen die Chance, im Vorwege selbst einen Beitrag für eine Erkundungstour durch Oslo vorzubereiten. Mal können wir im Botanischen Garten etwas über bedrohte Pflanzenarten erfahren, ein anderes Mal beschäftigen wir uns mit den blauen Schildern („blå skilt“) an Oslos Häuserwänden, die an berühmte Personen erinnern, die einst dort wohnten. Es wird kein perfekter Vortrag erwartet. Vieles lässt sich in einfachen Sätzen erklären. Manchmal wird vorab ein kleiner Text rundgemailt, so dass sich alle vorbereiten können. Wenn die Zeit es zulässt, dann schließen wir uns einer geführten „humlevandring – la humla suse“ an.

Yvonne Oslo-Boranischer-GartenSo wird die Unterrichtswoche bunt und lebendig – und bei jeder Sprachreise ein bisschen anders. Das ist auch das Geheimrezept, weshalb viele meiner TeilnehmerInnen mehrfach an der Oslo-Sprachreise teilnehmen. :-)

Was sich die TeilnehmerInnen immer wieder wünschen, ist eine kleine Wanderung in der Marka, z. B. auf den Vettakollen. Viele kennen diese wunderbare Natur rund um Oslo noch gar nicht, selbst wenn sie schon einmal in Oslo waren.

Sprachreisen für (leicht) Fortgeschrittene

Was jetzt sicherlich schon deutlich geworden ist: Meine Sprachreisen setzen (bis auf einen Anfängerkurs in Hovden im Sommer) Norwegisch-Grundkenntnisse voraus, mindestens im Umfang von zwei VHS-Kursen, ca. 8 Lektionen, gerne auch mehr. Falls TeilnehmerInnen auf einem unterschiedlichen Stand sind, ist das aufgrund der verlässlich kleinen Gruppe kein Problem. Alle bekommen die individuelle Förderung, die sie brauchen, und profitieren voneinander.

Neben Hovden im Winter und Oslo im Sommer biete ich über das ganze Jahr verteilt weitere Sprachreisen nach Hovden, Balestrand und Tysnes an.

Weitere Informationen zu all meinen Sprachreisen nach Norwegen und anderen Kursangeboten finden Sie auf norwegischkurse.com.


Dies ist ein Gastartikel von Yvonne Moutoux von Norwegischkurse.com zum Thema „Sprachreisen nach Norwegen“. Yvonne hat den Artikel auf meinen Wunsch erstellt und ich habe ihn hier unentgeltlich veröffentlicht.

Danke auch an Yvonne für die tollen Bilder. Copyright liegt bei Yvonne Moutoux.

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