Norwegisch Lernkarten: So lernst du mit deinen Karten richtig

Dieser Artikel wurde zuletzt im Oktober 2026 aktualisiert & geprüft.

Norwegisch Lernkarten im Karteikasten auf einem Schreibtisch

Du hältst eine meiner Norwegisch-Lernkarten in der Hand und willst wissen, wie du am meisten daraus herausholst? Hier findest du die Lernanleitung, die Druckanleitung und alles, was nach den ersten Karten kommt.

Diese Seite steht unten auf jeder Karte, die ich verschicke, egal ob gratis oder gekauft. Der Grund ist simpel: Karten ausdrucken ist leicht. Dranbleiben ist der schwierige Teil. Ich habe 2006 selbst mit Norwegisch angefangen, mir mangels brauchbarer Materialien meine eigenen Vokabelkarten am Drucker in Kiel gebastelt und dabei so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man mit Karteikarten machen kann. Was am Ende funktioniert hat, steht hier.

Kurz und knapp: Lerne deine Norwegisch-Lernkarten mit dem 5-Fächer-System: jeden Tag 10 bis 15 Minuten, neue Karten in Fach 1, gewusste Karten wandern ein Fach weiter, vergessene zurück an den Anfang. Ausdrucken am besten im Duplexdruck auf 100 bis 140 g Papier. Wenn dir die Gratis-Karten zu wenig werden, gibt es das komplette Set mit 3.135 Vokabelkarten und den Norwegisch Grundwortschatz als Buch.

So lernst du mit deinen Norwegisch-Lernkarten: das 5-Fächer-System

Karteikarten wirken nur, wenn du sie richtig wiederholst. Wer alle Karten jeden Tag komplett durchblättert, verschwendet Zeit mit Wörtern, die längst sitzen, und sieht die schwierigen zu selten. Die Lösung ist eine Lernkartei mit fünf Fächern, wie sie der Wissenschaftsjournalist Sebastian Leitner bekannt gemacht hat. Du brauchst dafür nur einen kleinen Karteikasten oder fünf Briefumschläge.

Fach Wann wiederholen? Was passiert?
Fach 1 jeden Tag Hier landen alle neuen Karten und alle, die du vergessen hast.
Fach 2 alle 2 bis 3 Tage Gewusst? Weiter in Fach 3. Vergessen? Zurück in Fach 1.
Fach 3 einmal pro Woche Gewusst? Weiter in Fach 4. Vergessen? Zurück in Fach 1.
Fach 4 alle 2 Wochen Gewusst? Weiter in Fach 5. Vergessen? Zurück in Fach 1.
Fach 5 einmal im Monat Gewusst? Die Karte hast du gelernt und darf raus.

Mein Ablauf für jeden Tag

  1. Lies die deutsche Seite und sag das norwegische Wort laut. Laut ist wichtig, denn so trainierst du gleich die Aussprache mit.
  2. Dreh die Karte um und prüf dich ehrlich. Halb gewusst zählt als nicht gewusst.
  3. Sortiere die Karte ein Fach weiter oder zurück in Fach 1.
  4. Nimm 10 bis 20 neue Karten pro Tag dazu, nicht mehr. Fach 1 sollte nie so voll werden, dass du keine Lust mehr hast.
  5. Wechsle ab und zu die Richtung: mal Norwegisch nach Deutsch, mal Deutsch nach Norwegisch. Die zweite Richtung ist schwerer und bringt dich beim Sprechen weiter.

Aus meiner Erfahrung entscheidet die Regelmäßigkeit, nicht die Menge. Zehn Minuten jeden Tag bringen dir mehr als zwei Stunden am Sonntag. Ich habe meine Karten damals immer in der Jackentasche gehabt und an der Bushaltestelle oder in der Kaffeepause fünf, sechs Stück durchgemacht. Das klingt nach wenig, summiert sich über ein Jahr aber auf ein paar tausend Wörter.

Noch mehr Methoden rund ums Vokabellernen, vom Karteikasten bis zum Vokabeltrainer, findest du in meinem Überblick Norwegisch Vokabeln lernen. Wie das Lernkartei-Prinzip ursprünglich entstanden ist, erklärt der Wikipedia-Artikel zur Lernkartei.

Druckanleitung für die Lernkarten

Alle meine Lernkarten sind so aufgebaut, dass du sie auf einem normalen A4-Drucker ausdrucken und an den Schnittmarken zurechtschneiden kannst. Pro Blatt bekommst du acht Karten.

Variante 1, Duplexdruck (empfohlen): Nimm die Duplex-Datei und drucke sie beidseitig mit Spiegelung an der langen Kante. Wichtig ist die Größe: unter Windows „tatsächliche Größe“ wählen, am Mac „Druckgröße 100 %“. Sonst verschiebt der Drucker Vorder- und Rückseite gegeneinander. Die Rückseiten sind in der Datei schon richtig ausgerichtet.

Variante 2, ohne Duplexdrucker:

  1. Drucke die Datei mit den Vorderseiten (tatsächliche Größe bzw. 100 %).
  2. Lege das bedruckte Papier wieder ein, in derselben Ausrichtung.
  3. Drucke die Datei mit den Rückseiten.

Papiertipp: 100 g Papier reicht, 140 g hält deutlich länger, falls dein Drucker das schafft. Mach vorher einen Probedruck mit einer Seite, bevor du ein ganzes Themenpaket ausdruckst.

Das komplette Set: 3.135 Vokabelkarten Norwegisch zum Ausdrucken

Die Gratis-Karten sind der Einstieg. Mit 125 Wörtern kommst du durch den Urlaub, für ein echtes Gespräch brauchst du deutlich mehr. Genau dafür gibt es das komplette Set, mit dem ich selbst gearbeitet habe: 3.135 Wörter, sortiert in 14 Themenbereiche von Körper und Gesundheit über Arbeit und Beruf bis Reise und Verkehr. Jede Karte zeigt Deutsch, Norwegisch und Englisch, du lernst also nebenbei die Ähnlichkeiten zwischen den drei Sprachen mit.

Jedes Thema ist eine eigene Datei, jeweils als Vorderseite, Rückseite und fertige Duplex-Version. So druckst du nur das aus, was du gerade lernen willst, statt hunderte Seiten auf einmal.

3.135 Vokabelkarten Norwegisch (PDF zum Ausdrucken)

Sofort-Download, kein Abo, keine Wartezeit auf die Post. Kaufen, drucken, lernen.

Basis
3.135 Vokabelkarten PDF
9,90 €
Einmalzahlung, sofortiger Download
EMPFEHLUNG
Nimm gleich beides
Karten plus Grundwortschatz PDF
14,90 €
22,80 € im Einzelkauf, du sparst 7,90 €

Jetzt Vokabelkarten sichern →

Das Bundle mit dem Grundwortschatz wählst du im nächsten Schritt direkt im Bestellprozess dazu.

Du hast das Set schon gekauft? Dann lohnt sich ein Blick auf deine Digistore24-Downloadseite: Der Download ist dort 12 Monate verfügbar. Speichere dir die Dateien am besten gleich lokal, dann kannst du jederzeit nachdrucken.

Der Norwegisch Grundwortschatz als Buch

Aus meinen Karten ist 2013 mein erstes Buch entstanden: der Norwegisch Grundwortschatz. Er enthält rund 3.000 Wörter in 13 Themen, Deutsch, Norwegisch und Englisch nebeneinander, und ist mittlerweile über 4.500 Mal verkauft. Karten und Buch ergänzen sich gut: Mit den Karten lernst du, im Buch schlägst du nach und siehst jedes Thema auf einen Blick.

Das Buch gibt es als PDF zum Sofort-Download für 12,90 € (oder günstiger im Bundle mit den Karten, siehe oben) und als Taschenbuch bei Amazon:

Was genau drinsteht und für wen sich das Buch lohnt, erkläre ich ausführlich auf der Seite zum Norwegisch Grundwortschatz. Ehrlicher Hinweis: Das Buch ist ein Wortschatz, keine Grammatik. Für Satzbau und Verbformen brauchst du zusätzlich einen Kurs oder ein Lehrbuch.

Noch keine Karten? Hol dir die Gratis-Karten

Du bist über eine Empfehlung hier gelandet und hast noch gar keine Karten? Dann fang mit den 125 wichtigsten Wörtern an. Das sind die Wörter, die im Alltag und auf Reisen am häufigsten vorkommen, von hei bis takk.

📥 Gratis: Lernkarten „125 wichtigste Wörter Norwegisch“
  • 125 Vokabelkarten im A7-Format (druckfertig für jeden A4-Drucker)
  • Vollständige Wortliste als PDF zum Nachschlagen
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung zum 5-Fächer-System

Melde dich für den Newsletter an und erhalte als Dankeschön das Lernkarten-Set „Norwegisch, 125 wichtigste Wörter“ als PDF zum Ausdrucken. Den Download-Link erhältst du sofort per E-Mail. Abmeldung jederzeit möglich, auch direkt nach dem Download.

Wir verwenden Brevo als unsere Marketing-Plattform. Brevo ist ein deutscher Anbieter, der gemäß DSGVO arbeitet. Indem du das Formular absendest, erklärst du dich einverstanden, dass die von dir angegebenen persönlichen Informationen (E-Mail-Adresse und Name) an Brevo zur Bearbeitung übertragen werden gemäß den Datenschutzrichtlinien von Brevo.

Die Wortliste dazu findest du auch direkt auf der Seite Die 125 wichtigsten Wörter auf Norwegisch. Für Fortgeschrittene gibt es außerdem kostenlose Karten mit allen unregelmäßigen Verben auf Norwegisch. Weitere Gratis-Materialien habe ich unter Kostenlose Downloads zum Norwegisch lernen gesammelt.

Wie geht es nach den Vokabeln weiter?

Vokabelkarten bringen dir Wörter bei, aber keine Sätze. Irgendwann kommt der Punkt, an dem du zwar viele Wörter kennst, sie aber nicht zu einem Satz zusammenbekommst. Das war bei mir genauso. Geholfen hat mir damals ein systematischer Kurs, der Wortschatz, Grammatik und Hören verbindet. Eine Übersicht über Bücher, Kurse und Apps findest du bei meinen Norwegisch Lernhilfen.

Systematisch weiterlernen: 2 Tage kostenlos testen

Der Norwegisch-Kurs von Sprachenlernen24 arbeitet mit einer Langzeitgedächtnis-Methode, die dem Karteikasten-Prinzip sehr ähnlich ist, nur digital und mit Aussprache. Du kannst ihn zwei Tage kostenlos ausprobieren, ohne Kreditkarte und ohne Kündigung.

button_jetzt-norwegisch-vokabeln-lernen

*Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link buchst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Häufige Fragen zu den Norwegisch-Lernkarten

Auf welchem Papier drucke ich die Lernkarten am besten aus?

Normales Druckerpapier mit 80 g geht, die Karten knicken aber schnell. Besser sind 100 g, am haltbarsten 140 g, sofern dein Drucker so dickes Papier einzieht. Wichtig ist, in der Druckeinstellung die tatsächliche Größe bzw. 100 % zu wählen, damit Vorder- und Rückseite genau übereinanderliegen.

Wie viele neue Karten sollte ich pro Tag lernen?

10 bis 20 neue Karten am Tag sind ein guter Wert. Mehr ist möglich, rächt sich aber nach ein paar Tagen, weil sich dann die Wiederholungen in Fach 1 stapeln. Lieber jeden Tag ein bisschen als einmal pro Woche sehr viel.

Was ist der Unterschied zwischen dem Kartenset und dem Buch?

Beide enthalten den Grundwortschatz in Deutsch, Norwegisch und Englisch. Das Kartenset ist zum aktiven Lernen gedacht: ausdrucken, abfragen, sortieren. Das Buch ist zum Nachschlagen und Überblicken. Wer beides möchte, nimmt das Bundle für 14,90 €.

Kann ich die Karten auch auf dem Tablet nutzen?

Ja, die PDFs lassen sich auf jedem Tablet öffnen und durchblättern. Das Sortieren in Fächer funktioniert auf Papier allerdings deutlich besser, deshalb empfehle ich zum Lernen den Ausdruck.

Über den Autor

Hei, ich bin Sven. Seit 2006 lerne ich Norwegisch, angefangen mit selbst gedruckten Vokabelkarten. Daraus wurden 2011 Lernkarten24.de und 2013 mein erstes Buch, der Norwegisch Grundwortschatz. Ich bin kein studierter Linguist, sondern Praktiker mit über 20 Jahren Erfahrung im Sprachenlernen. Meine Faustregel: Marathon statt Sprint. Mehr über mich erfährst du hier.