Die Geschichte der norwegischen Sprache: Herkunft, Bokmål und Nynorsk

Dieser Artikel wurde zuletzt im September 2026 aktualisiert & geprüft.

Geschichte der norwegischen Sprache: Bokmål und Nynorsk im Überblick

Von Sven | Norwegisch-Lerner seit 2006 | Autor des Bestsellers „Norwegisch Grundwortschatz“

Als ich 2006 anfing, Norwegisch zu lernen, war ich verwirrt: Bokmål oder Nynorsk? Welche norwegische Schriftsprache sollte ich lernen? Mein Sprachkurs nutzte Bokmål, aber ich las von Nynorsk und Hunderten Dialekten. Verstanden habe ich das Durcheinander erst, als ich mich mit der Geschichte dahinter beschäftigt habe.

In diesem Artikel erkläre ich dir, woher die norwegische Sprache kommt, warum sie 400 Jahre lang fast nur gesprochen und dänisch geschrieben wurde und wie daraus die zwei heutigen Schriftsprachen entstanden sind. Praktisch, verständlich und mit einer klaren Empfehlung, welche du lernen solltest. Einen allgemeinen Überblick über Aussprache, Grammatik und Wortschatz findest du auf der Seite zur norwegischen Sprache.

Kurz erklärt: Herkunft und Schriftsprachen des Norwegischen

⚡ Die Geschichte der norwegischen Sprache in Kürze

Frage Antwort
Woher kommt die norwegische Sprache? Vom Altnordischen der Wikingerzeit, nordgermanischer Zweig der germanischen Sprachen
Warum zwei Schriftsprachen? Rund 400 Jahre Dänisch als Schriftsprache (1380 bis 1814). Danach entstand Bokmål aus dem Dänischen, Nynorsk aus den Dialekten
Wie hießen die früheren Schriftsprachen? Riksmål (heute Bokmål) und Landsmål (heute Nynorsk), umbenannt 1929
Sind sie sehr unterschiedlich? Nein, beide sind Norwegisch und gegenseitig gut verständlich
Welche sollte ich lernen? Bokmål! Etwa 85 bis 90 Prozent der Norweger schreiben es, fast alle Lehrbücher nutzen es

💡 Meine Empfehlung: Lerne Bokmål! Nynorsk kannst du dann ohne großen Aufwand mitlesen.

Norwegische Schriftsprache im Kreuzworträtsel

BOKMAL (6 Buchstaben): die verbreitete Schriftsprache
NYNORSK (7 Buchstaben): die zweite offizielle Schriftsprache
RIKSMAL (7 Buchstaben): frühere Schriftsprache, alter Name für Bokmål, heute eine konservative Variante
LANDSMAL (8 Buchstaben): frühere Schriftsprache, alter Name für Nynorsk bis 1929

Jetzt erkläre ich dir, warum das so ist und was du als Lernender wissen musst.

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Bokmål und Nynorsk: Die praktische Antwort

Die kurze Antwort: In Norwegen spricht man Norwegisch, aber es gibt zwei offizielle Schriftsprachen: Bokmål und Nynorsk. Welche weiteren Sprachen in Norwegen offiziell sind und wie weit du mit Englisch oder Deutsch kommst, erkläre ich im Artikel Welche Sprache spricht man in Norwegen?

Aus meiner Erfahrung als Norwegisch-Lerner: Als ich 2006 anfing, dachte ich, ich müsste mich zwischen zwei komplett verschiedenen Sprachen entscheiden. Das stimmt nicht! Beide sind Norwegisch, nur mit teils unterschiedlicher Schreibweise und einigen eigenen Wörtern.

Bokmål vs. Nynorsk: Der praktische Vergleich

Merkmal Bokmål Nynorsk
Verbreitung 85 bis 90 % der Bevölkerung 10 bis 15 % der Bevölkerung
Wo verbreitet? Oslo, Bergen, Städte, Osten Westküste, ländliche Gebiete
Herkunft Aus dem Dänischen norwegisiert Aus norwegischen Dialekten entwickelt
Früherer Name Riksmål Landsmål
Medien/Business Standard Seltener
Für Lernende ✅ EMPFOHLEN Nur für Spezialfälle

Beispiel-Unterschiede:

Deutsch Bokmål Nynorsk
ich bin jeg er eg er
nicht ikke ikkje
was hva kva
Woche uke veke
zu Hause hjemme heime
Buch bok bok
💡 Svens Tipp aus der Praxis: Ich habe Bokmål gelernt und hatte nie Probleme! Selbst in Nynorsk-Regionen versteht man dich problemlos. Die Unterschiede sind deutlich kleiner als zwischen Hochdeutsch und Schweizerdeutsch.

Warum sollte ich Bokmål lernen? Meine klare Empfehlung

Aus meiner Erfahrung ist die Empfehlung glasklar: Lerne Bokmål!

Warum? Hier sind meine Gründe aus der Praxis:

1. Verbreitung (85 bis 90 Prozent)
Fast alle Norweger schreiben Bokmål. In Oslo, Bergen, Trondheim ist Bokmål überall Standard. Ich habe vielleicht fünf bis zehn Mal mit jemandem gesprochen, der hauptsächlich Nynorsk nutzt.

2. Medien & Business
Die meisten Zeitungen, Websites und Geschäftskommunikation laufen auf Bokmål. Wenn du beruflich Norwegisch brauchst (wie ich), ist Bokmål ein Muss.

3. Ein klarer Standard für den Anfang
Als Anfänger hast du genug mit Vokabeln und Aussprache zu tun. Mit Bokmål lernst du die Form, die dir in Kursen, Apps und im Alltag ständig begegnet, und musst dich nicht zwischen Varianten entscheiden.

4. Mehr Lernmaterialien
Fast alle Norwegisch-Kurse, Apps und Bücher nutzen Bokmål. Auch mein Buch „Norwegisch Grundwortschatz“ mit 3.000 Vokabeln basiert auf Bokmål.

5. Nynorsk liest du danach fast nebenbei
Wenn du Bokmål kannst, verstehst du Nynorsk-Texte zum größten Teil. Umgekehrt funktioniert es auch, aber Bokmål ist der praktischere Start.

⚠️ Wann solltest du Nynorsk lernen? Nur in zwei Fällen: 1) Du ziehst dauerhaft in eine Nynorsk-Region (Westküste, etwa Vestland oder Møre og Romsdal), oder 2) Du studierst norwegische Literatur oder Linguistik. Für fast alle Lernenden ist Bokmål die richtige Wahl!

Mehr Details zu Bokmål findest du in unserem ausführlichen Guide: → Alles über Bokmål

🇳🇴 „Jeg vil gjerne ha..." – und der Kellner lächelt.

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Die Geschichte der norwegischen Sprache: Warum es zwei Schriftsprachen gibt

Jetzt wird es historisch, aber ich halte es kurz und praktisch! Wer die heutige Sprachsituation verstehen will, muss wissen, woher die norwegische Sprache kommt.

Herkunft: Vom Urnordischen zum Altnorwegischen

Die norwegische Sprache hat ihren Ursprung im Urnordischen, das wir nur aus Runeninschriften aus den ersten Jahrhunderten nach Christus kennen. Daraus entwickelte sich in der Wikingerzeit das Altnordische, die gemeinsame Sprache Skandinaviens. Die westliche Variante davon war das Altnorwegische (von Norwegern „norrønt mål“ genannt), aus dem später auch das Isländische hervorging.

Im Mittelalter hatte Norwegen eine eigene, gut entwickelte Schriftsprache mit Gesetzestexten und Königssagas. Danach kam das Problem: Norwegens Geografie und eine Reihe politischer Rückschläge.

Aus historischer Sicht war Norwegen ein Albtraum für Sprachstandardisierung:

  • Buchstäblich in jedem Tal entwickelte sich die Sprache unterschiedlich
  • Keine guten Straßen, kaum Kommunikation zwischen Regionen
  • Kein politisches oder wirtschaftliches Zentrum wie Paris oder London
  • Hunderte isolierte Gemeinden = Hunderte Dialekte

Die dänische Zeit: 1380 bis 1814

Die Pest von 1349 traf Norwegen besonders hart und schwächte genau die Schicht, die schrieb. 1380 begann die Personalunion mit Dänemark, ab 1397 gehörte Norwegen zur Kalmarer Union, und mit der Reformation 1536/37 wurde es endgültig von Kopenhagen aus regiert. Insgesamt folgten 434 Jahre dänische Vorherrschaft. Dänisch wurde Amts- und Kirchensprache, die altnorwegische Schriftsprache verschwand weitgehend.

ABER: Gesprochen haben die Norweger weiter ihre Dialekte. Das Dänische setzte sich vor allem in der Schrift und bei der städtischen Oberschicht durch, auf dem Land kaum. So überlebten die norwegischen Dialekte, ein Glück für die spätere Wiedergeburt der Sprache!

1814: Trennung von Dänemark und die Sprachfrage

1814 trennte sich Norwegen von Dänemark und gab sich eine eigene Verfassung. Ganz frei war es noch nicht, denn es folgte eine Union mit Schweden, die erst 1905 endete. Die Sprachfrage stellte sich aber sofort: Welche Sprache sollte das neue Norwegen schreiben?

Zwei Lager stritten sich:

Lager 1: „Wir norwegisieren das Dänische“ (späteres Bokmål)
Argument: Die gebildete Stadtbevölkerung schreibt bereits so, also passen wir es Schritt für Schritt an die norwegische Aussprache an. Treibende Kraft war der Lehrer Knud Knudsen.

Lager 2: „Wir schaffen eine neue norwegische Schriftsprache“ (späteres Nynorsk)
Argument: Wir brauchen eine ECHTE norwegische Sprache, die auf unseren Dialekten beruht!

Das Ergebnis? Beide Seiten gewannen! 😅

Ivar Aasen erschafft Landsmål, das spätere Nynorsk

Der Sprachforscher Ivar Aasen reiste durch ganz Norwegen, sammelte Dialekte und veröffentlichte 1848 eine Grammatik und 1850 ein Wörterbuch der norwegischen Volkssprache. Daraus entstand Landsmål, das heutige Nynorsk.

1885 stellte das norwegische Parlament Landsmål dem Dänisch-Norwegischen gleich, als demokratisches Symbol gegen die Sprache der Elite.

Gleichzeitig wurde das Dänische in Norwegen immer weiter „norwegisiert“ und hieß nun Riksmål, das heutige Bokmål.

Ergebnis: Zwei offizielle Schriftsprachen!

20. Jahrhundert: Reformen über Reformen

Im 20. Jahrhundert versuchte Norwegen mehrfach, beide Sprachen zu einer gemeinsamen Form („Samnorsk“) zusammenzuführen, mit mäßigem Erfolg:

  • 1907: Erste große Reform, Riksmål wird deutlich norwegischer
  • 1917: Weitere Annäherung beider Sprachen
  • 1929: Umbenennung: Riksmål heißt jetzt Bokmål, Landsmål heißt Nynorsk
  • 1938: Radikale Reform in Richtung Samnorsk, stößt auf viel Widerstand
  • 1981: Mehr Wahlfreiheit, traditionelle Formen sind wieder erlaubt
  • 2002 bis 2012: Das Parlament gibt die Samnorsk-Politik auf, 2005 (Bokmål) und 2012 (Nynorsk) folgen neue Rechtschreibnormen

Das Ergebnis heute: Beide Schriftsprachen existieren parallel, Bokmål dominiert klar (85 bis 90 Prozent), und innerhalb beider Normen gibt es Varianten, zwischen denen man wählen kann. Seit 2022 regelt das Sprachgesetz (språklova), dass Bokmål und Nynorsk gleichwertig sind. Eine gute, neutrale Zusammenfassung der Sprachgeschichte bietet das norwegische Lexikon Store norske leksikon.

Jahr Zeitleiste der norwegischen Sprache
ca. 200 bis 800 Urnordisch, überliefert in Runeninschriften
ca. 800 bis 1350 Altnordisch bzw. Altnorwegisch, eigene Schriftkultur
1349 Die Pest schwächt die schreibende Oberschicht
1380 Personalunion mit Dänemark
1536/37 Reformation, Dänisch wird Schriftsprache
1814 Trennung von Dänemark, eigene Verfassung, Union mit Schweden
1848/1850 Ivar Aasen: Grammatik und Wörterbuch, Grundlage für Landsmål
1885 Landsmål wird gleichgestellt
1905 Ende der Union mit Schweden
1929 Neue Namen: Bokmål und Nynorsk
2022 Sprachgesetz (språklova) tritt in Kraft
🎓 Interessanter Fakt: In norwegischen Schulen lernen alle Schüler BEIDE Schriftsprachen: ihre Hauptsprache (hovedmål, meistens Bokmål) und die andere als Nebensprache (sidemål). Das sorgt dafür, dass alle Norweger beide verstehen, auch wenn sie nur eine aktiv nutzen.

Norwegische Dialekte: Die dritte Dimension

Neben Bokmål und Nynorsk gibt es noch eine dritte Dimension: Hunderte lokale Dialekte!

Aus meiner Erfahrung: Das war anfangs verwirrend! Ich lernte Bokmål aus dem Lehrbuch, aber wenn ich mit Norwegern aus Bergen, Tromsø oder Stavanger sprach, klang es jedes Mal anders.

Warum so viele Dialekte? Wie oben erklärt: Norwegens Geografie plus historische Isolation, und dazu fehlte jahrhundertelang eine eigene norwegische Schriftnorm, an der sich die Sprache hätte ausrichten können.

Die gute Nachricht: Norweger sind extrem dialekt-tolerant! Niemand erwartet von dir, dass du einen lokalen Dialekt sprichst. Norwegisch nach dem Lehrbuch ist völlig okay. Ich spreche bis heute so, und es war nie ein Problem.

Mehr über norwegische Dialekte: → Norwegische Dialekte: Eine Übersicht

Die norwegische Sprache heute: Zahlen und Fakten

Amtssprache: Norwegisch mit zwei gleichberechtigten Schriftsprachen, Bokmål und Nynorsk. Die samischen Sprachen sind gleichgestellt, mehr dazu unter Sprache in Norwegen.

Sprecher: Rund 5 Millionen Muttersprachler, fast alle in Norwegen.

Sprachfamilie: Nordgermanisch, eng verwandt mit Schwedisch und Dänisch. Wie Norwegisch heute klingt und aufgebaut ist, zeigt der Überblick zur norwegischen Sprache.

Gegenseitige Verständlichkeit:

  • ✅ Norweger verstehen Schwedisch meist sehr gut, gesprochen und geschrieben
  • ✅ Dänisch verstehen sie geschrieben fast mühelos, gesprochen ist es schwieriger
  • ✅ Bokmål-Leser verstehen Nynorsk-Texte zum größten Teil

Wo wird Norwegisch gesprochen?

  • 🇳🇴 Norwegen (rund 5 Millionen)
  • 🇺🇸 USA (kleine Sprechergemeinschaften unter Nachfahren norwegischer Einwanderer)
  • 🇸🇪 Schweden und 🇩🇰 Dänemark (norwegische Minderheiten)

Und wie schwer ist Norwegisch heute für Deutsche? Das hängt weniger an der Geschichte als an Aussprache und Wortschatz. Welche Stolperfallen Deutschen wirklich Probleme machen, erklärt Norwegischlehrer Werner Skalla im Beitrag Ist Norwegisch schwer zu lernen?

💪 Mein Tipp: Norwegisch ist definitiv lernbar! Mit den richtigen Methoden und Durchhaltevermögen schaffst du es. Mehr zu meinen Lernmethoden: 8 effektive Methoden zum Vokabeln lernen

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Geschichte der norwegischen Sprache

Woher kommt die norwegische Sprache?

Die norwegische Sprache stammt vom Altnordischen ab, der Sprache der Wikingerzeit. Dessen westliche Variante, das Altnorwegische, war im Mittelalter eine eigene Schriftsprache. Nach über 400 Jahren dänischer Herrschaft entstanden daraus die beiden heutigen Schriftsprachen Bokmål und Nynorsk.

Wie hieß die frühere norwegische Schriftsprache?

Bokmål hieß bis 1929 Riksmål, Nynorsk hieß Landsmål. Vor 1814 war Dänisch die Schriftsprache in Norwegen, im Mittelalter das Altnorwegische. Im Kreuzworträtsel wird meist BOKMAL (6 Buchstaben), NYNORSK oder RIKSMAL (je 7 Buchstaben) gesucht.

Was ist der Unterschied zwischen Bokmål und Nynorsk?

Bokmål ist aus dem Dänischen hervorgegangen und wird von 85 bis 90 Prozent der Norweger geschrieben, vor allem in Städten. Nynorsk wurde im 19. Jahrhundert von Ivar Aasen aus norwegischen Dialekten entwickelt und ist vor allem an der Westküste verbreitet. Beide sind Norwegisch und gegenseitig gut verständlich. Beispiel: „jeg er“ (Bokmål) und „eg er“ (Nynorsk) heißen beide „ich bin“.

Sollte ich Bokmål oder Nynorsk lernen?

Lerne Bokmål. Es wird von der großen Mehrheit geschrieben, dominiert in Städten, Medien und Wirtschaft, und fast alle Lehrmaterialien nutzen es. Nynorsk lohnt sich nur, wenn du dauerhaft in eine Nynorsk-Region ziehst oder norwegische Sprache und Literatur studierst.

Warum gibt es in Norwegen zwei Schriftsprachen?

Von 1380 bis 1814 stand Norwegen unter dänischer Herrschaft, und Dänisch war die Schriftsprache. Nach der Trennung 1814 wurde das Dänische schrittweise norwegisiert (Riksmål, heute Bokmål), während Ivar Aasen aus den Dialekten eine neue Schriftsprache schuf (Landsmål, heute Nynorsk). Seit 1885 sind beide gleichgestellt.

Ist Norwegisch ähnlich zu Schwedisch und Dänisch?

Ja. Norwegisch, Schwedisch und Dänisch sind eng verwandte nordgermanische Sprachen. Schwedisch verstehen Norweger meist sehr gut, Dänisch vor allem geschrieben, weil Bokmål aus dem Dänischen entstanden ist. Wenn du Norwegisch lernst, verstehst du automatisch viel Schwedisch und Dänisch.

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Zusammenfassung: Die Geschichte der norwegischen Sprache in 6 Punkten

Nach diesem Artikel weißt du jetzt:

  • ✅ Norwegisch stammt vom Altnordischen ab und hatte im Mittelalter eine eigene Schriftsprache
  • ✅ Durch 434 Jahre dänische Herrschaft (1380 bis 1814) wurde Dänisch die Schriftsprache
  • ✅ Daraus entstanden Bokmål (früher Riksmål) und Nynorsk (früher Landsmål)
  • ✅ Beide Schriftsprachen sind gleichberechtigt und gegenseitig gut verständlich
  • ✅ Lerne Bokmål! Es ist praktischer, verbreiteter und hat mehr Lernmaterial
  • ✅ Norwegisch ist eng verwandt mit Schwedisch und Dänisch

Mein Rat aus der Praxis: Mach dir keine Sorgen über Bokmål vs. Nynorsk! Lerne einfach Bokmål, und du bist bestens aufgestellt. Die Geschichte ist spannend, aber für deinen Lernfortschritt nicht entscheidend. Wichtiger ist: Fang an, bleib dran, und genieße die Reise!

Mit diesem Wissen über die Geschichte der norwegischen Sprache kannst du selbstbewusst mit dem Lernen starten. Lykke til! (Viel Erfolg!)

👤 Über den Autor

Sven lernt seit 2006 Norwegisch und stand am Anfang genau vor der Frage „Bokmål oder Nynorsk?“. Über mehr als zwei Jahre Volkshochschule mit dem Lehrbuch Norsk for deg kam er bis B1, übte parallel in einem Firmenkurs das freie Sprechen, nutzte Sprachenlernen24 vier Jahre lang als Vokabelbooster und machte einen Intensivkurs in Oslo. Heute nutzt er Bokmål im Job und hat die Entscheidung nie bereut. Mit über 20 Jahren Erfahrung und als Autor des Amazon-Bestsellers „Norwegisch Grundwortschatz“ (über 4.500 verkaufte Exemplare) teilt er auf Norwegisch-Lernen.info, was in der Praxis wirklich funktioniert.

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