Die Lofoten entdecken

[Dies ist ein Gastbeitrag von Bendix Holtgraefe von www.Der-Begeisterte.com]

Lofoten ist eine Inselgruppe im Norden Norwegens mit ca. 80 einzelnen Inseln. Durch die hohen und freistehenden Berge ist die Region eines der beeindruckendsten Naturschauspiele Europas. Jeder Naturfotograf sollte sich mindestens einmal an der einzigartigen Natur versucht haben. Neben dem Paradies für Fotografen, sind die Lofoten aber auch ein Hotspot für Wanderer aus aller Welt, da die hunderten Gipfel eine Herausforderung für jeden Erfahrungsgrad stellen.

Atemberaubende Gipfel erwarten dich auf den Lofoten

Man kann atemberaubende, Grass bedeckte, massive und ehrfurchteinflößende Gipfel und gut markierte Pfade erwarten, die einen quer durch die komplette Inselgruppe begleiten. Da nicht alle Gipfel besteigbar sind, lohnt es sich, eine der detaillierten Karten im Touristenzentrum am Anfang der Inselgruppe oder in einem der Dörfer zu erwerben, da diese einen guten Überblick über die örtlichen Gegebenheiten bieten.

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In den Lofoten angekommen, kann man sich entweder mit dem eigenen Auto fortbewegen oder sich durch Trampen von Insel zu Insel bewegen. Dadurch, dass die verschiedenen Inseln durch nur eine einzige Hauptstraße verbunden sind, bietet sich das Trampen auf dieser Hauptstraße sehr an. Jeder der sich von Osten nach Westen oder andersherum bewegt, fährt auf dieser Straße entlang.
Da in den Lofoten hauptsächlich Wanderer und Kletterer unterwegs sind und diese dafür bekannt sind, sich gegenseitig zu helfen, ist das Trampen eine sehr beliebt und attraktive Alternative zum eignen Auto. Beim Trampen kann man sich außerdem sehr gut über verschiedene Möglichkeiten zum Wandern austauschen oder sich einen Grundwortschatz in Norwegisch aneignen.

Wer schon einige Wandererfahrungen hat, weiß sicherlich, wie man seinen Rucksack packt. Da man in den Lofoten nach jedem bestiegenen Berg zurück ins Tal gelangt, kann man sich das Packen des Rucksacks aber ein wenig einfacher machen als bei üblichen Mehrtageswanderungen. Gegeben, dass man mit seinem eigenen Auto in der Region ist, kann man die Sachen die man nur nachts, abends oder früh am Morgen braucht, direkt im Auto lassen.
Das bedeutet, dass man keinen großen 60 oder 80 Liter Rucksack benötigt, da ein 20 Liter Rucksack oft schon ausreicht, um Proviant, eine Regenjacke, die Karte und ggf. ein Handy oder eine Kamera mitzunehmen. Den Rest der Ausrüstung kann man eingeschlossen im Auto lassen und zu Beginn oder am Ende des Tages herausholen, wenn es gebraucht wird. Wenn man ohne eigenes Auto anreist, empfiehlt sich doch eher ein Standard 60/80 Liter Rucksack, in dem man Zelt, Schlafsack und alles andere problemlos unterbringen kann.

Nun kommen wir endlich zum spannendsten Teil des Berichtes, die Highlights der Lofoten:

Geitgalien – der Riese

Geitgalien auf den LofotenDer zweithöchste Berg der Lofoten ist eine Augenweite für sich. Mit 1.100 Metern ragt der Gigant über allen anderen Erhebungen der Inselgruppe heraus und bietet eine spannende Vielfalt an Terrains, Ausblicken und Herausforderungen. Der Pfad beginnt, wie bei fast allen Bergen, direkt an der Küste und steigt zu Beginn nur langsam an. Die erste halbe Stunde kämpft man sich durch einen dichten, aber leicht ausgetretenen Wald, welcher dann mit zunehmenden Höhenmetern komplett verschwindet. Umso höher man kommt, um so steiler wird der von Geröll überschüttete Hang und an vielen Stellen kommt man nur in engen Serpentinen weiter hoch. Der Ausblick vom Gipfel des Geitgalien ist aber jede Anstrengung wert.

Matmora

Eine Wanderung, die auch für Anfänger des Bergsteigens tauglich ist, ist das Besteigen des Matmora der sich mit 788 Metern über dem Meeresspiegel in der Mitte des Rankings um den höchsten Berg der Lofoten finden lässt. Gestartet wird auf der nördlichen Seite des Berges direkt am Wasser und auf dem Weg zum Gipfel passiert man ruhige Täler und seicht bewachsene Wiesen die einem bis zum Gipfel begleiten. Da ein Großteil der Strecke auf platt getretenem Grass oder Erde zurückgelegt wird, hat man generell einen stabilen tritt und die Strecke ist auch für Kinder geeignet. Auf dem Gipfel erwartet einen ein hervorragender Blick auf die umherliegenden Fjords und die etwas flacheren Berge, die rund um den Matmora verteilt sind.

Was genau macht die Lofoten aber so besonders, wenn man sie mit anderen Bergketten vergleicht?

Viele Stimmen sagen, dass sie durch die wenig bewachsenen Hänge und grünen Wiesen, den Alpen sehr ähnlich sind, mit dem kleinen Unterschied, dass die Alpen dreimal so hoch sind. Wer dieses Argument hochbringt, scheint aber zu vergessen, dass das Panorama von den Gipfeln der Lofoten nicht nur die Massiven Berge, sondern auch die majestätischen Fjords zeigt, welche die Berge noch höher wirken lassen und einen einmaligen Ausblick erlauben, den man sonst nirgends auf der Erde findet. Dazu kommen noch die Polarlichter, die im Winter von den Lofoten aus so gut zu sehen sind wie an kaum einem zweiten. Ort auf dieser Erde und die hölzernen Fischerdörfer bringen ein Flair und eine Gelassenheit in die Region, die allen Stress dieser Welt welchen man in die Region bringt, verschwinden lässt.

Zum Autor:
Mein Name ist Bendix Holtgraefe und ich bin ein 21-Jähriger Student aus Hamburg, der zurzeit in Dänemark Immatrikuliert ist. Seitdem ich die Freiheit dazu habe, reise ich so viel es geht und versuche auf dem Weg alle Berge, Tempel, Höhlen und Wasserfälle zu besuchen.

Lieblings Reiseziele: Der Norden von Skandinavien – Der Süden Kanadas und Laos.

Autor bei Der Begeisterte


Dies ist ein Gastartikel von Bendig Holtgraefe von Der-Begeisterte.com zum Thema „Die Lofoten entdecken“. Bendix hat den Artikel auf meinen Wunsch erstellt und ich habe ihn hier unentgeltlich veröffentlicht.

Danke auch an Bendix für die tollen Bilder. Das Copyright der Bilder liegt bei Bendix Holtgraefe.

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