Wenn du Norwegen wirklich erleben möchtest, kommst du um einen Mietwagen kaum herum. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut ausgebaut – aber sie bringen dich nicht zum Trollstigen, nicht zu den stillen Fjordstraßen auf den Lofoten und nicht zu dem Wasserfall, den du gerade noch aus dem Zugfenster gesehen hast. Die Freiheit, im eigenen Tempo durch das Land zu fahren, ist eine andere Qualität des Reisens. Egal, ob du zum Fußball in Norwegen fährst oder eine Sprachreise nach Norwegen unternimmst – die Flexibilität eines Mietwagens verändert das Erlebnis grundlegend.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Mindestalter: 19–21 Jahre je nach Anbieter – unter 25 meist mit Junger-Fahrer-Zuschlag
- Führerschein: EU-Führerschein reicht – internationaler Führerschein empfohlen
- Kosten: ab ca. 70–100 € pro Tag, in der Hochsaison und auf den Lofoten höher
- Maut: läuft automatisch über das Kennzeichen, wird vom Anbieter abgerechnet
- Tipp: Mindestens 2–3 Monate vorher buchen, besonders für Juli/August
Wie du das beste Mietwagenangebot in Norwegen findest
Norwegen ist für seine hohe Lebensqualität bekannt – das gilt leider auch für Mietwagenpreise. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Preisunterschied zwischen spontaner und vorausgeplanter Buchung gerade in der Hochsaison erheblich sein kann. Ein paar Grundregeln helfen, das zu vermeiden.
Preisvergleich ist Pflicht
Die Preise schwanken zwischen den Anbietern stark. Ein Vergleichsportal wie Check24* zeigt dir in wenigen Klicks, was lokale und internationale Anbieter verlangen – und hat in meiner Erfahrung eine der breiteren Auswahlmöglichkeiten speziell für Norwegen.
Nutzerbewertungen nutzen
Plattformen wie TripAdvisor oder Google Reviews geben dir ein realistisches Bild der Kundenzufriedenheit. Das ist besonders wichtig, wenn du lange Strecken planst – ein zuverlässiges Fahrzeug ist in Norwegen keine Selbstverständlichkeit, und schlechter Service beim Rückgabeprozess kann den letzten Reisetag verderben. Besonders wenn du während deines Aufenthalts als Freelancer in Norwegen mobil sein musst oder du auf Jobsuche in Norwegen bist, zählt Verlässlichkeit.
Sonderangebote und Rabatte
Viele Mietwagenfirmen bieten Deals für Langzeitmieten oder bestimmte Buchungszeiträume. Wer mehrere Wochen in Norwegen plant, kann damit spürbar sparen.
Früh buchen zahlt sich aus
In der Hochsaison (Juli und August) steigen die Preise deutlich – und die Fahrzeugverfügbarkeit sinkt. Mindestens zwei bis drei Monate im Voraus zu buchen lohnt sich. Das gilt besonders auf den Lofoten, wo das Angebot kleiner ist und die Fahrzeuge früh vergriffen sind.
🇳🇴 Willst du Norwegen wirklich erleben – nicht nur besuchen?
Ein paar norwegische Wörter öffnen Türen, die Touristen verschlossen bleiben. Norweger schätzen jeden Versuch – versprochen.
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Mindestalter & Führerschein beim Mietwagen in Norwegen
Das ist das Thema, zu dem ich am meisten Anfragen bekomme – und das im Artikel am meisten Platz verdient, weil die Antwort differenzierter ist als eine einzelne Zahl.
Das Mindestalter – was wirklich gilt
In Norwegen liegt das Mindestalter für die Anmietung bei den meisten Anbietern bei 19 bis 21 Jahren. Das hängt vom Fahrzeugtyp und Anbieter ab: Für Kleinwagen reichen bei manchen Firmen 19 Jahre, für SUVs oder Premiumfahrzeuge werden teils 21 oder 23 Jahre verlangt. Das genaue Mindestalter steht immer in den Buchungsdetails – prüf das vor dem Abschluss.
Junger-Fahrer-Zuschlag unter 25 Jahren
Wer jünger als 25 ist, sollte den sogenannten Junger-Fahrer-Zuschlag (Young Driver Fee) einkalkulieren. Das sind in der Regel 10–25 € extra pro Tag, je nach Anbieter. Dieser Aufschlag wird in vielen Vergleichsportalen nicht automatisch ausgewiesen – erst bei der Buchung oder am Schalter wird er sichtbar. Das kann bei einer Woche Miete schnell 100–175 € zusätzlich bedeuten.
EU-Führerschein reicht – aber nicht immer
Touristen aus EU-Ländern können mit einem gültigen EU-Führerschein in Norwegen fahren. Einen internationalen Führerschein brauchst du technisch gesehen nicht – ich empfehle ihn trotzdem mitzuführen. Manche lokalen Anbieter außerhalb der Großstädte verlangen ihn explizit, und er kostet kaum etwas: Der ADAC oder die Führerscheinstelle stellen ihn in wenigen Minuten aus.
Was du beim Abholen brauchst
Benötigt werden: gültiger Führerschein (meist seit mindestens 1–2 Jahren im Besitz), Reisepass oder Personalausweis, und eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers. Ohne Kreditkarte wird es bei den meisten Stationen schwierig – Debitkarten werden häufig nicht als Kaution akzeptiert.
Was kostet ein Mietwagen in Norwegen?
Ehrliche Antwort: deutlich mehr als in Südeuropa. Norwegen ist teuer – das gilt für Übernachtungen, Essen und Benzin genauso. Wer das einkalkuliert, erlebt keine böse Überraschung.
Orientierungspreise (Stand 2025/2026)
- Kleinwagen (z. B. VW Polo-Klasse): ca. 70–100 € pro Tag in der Normalsaison
- Mittelklasse (z. B. VW Golf-Klasse): ca. 90–130 € pro Tag
- SUV / Allrad: ca. 130–200 € pro Tag
- Hochsaison (Juli/August): +30–50 % auf alle Kategorien
- Lofoten speziell: Aufschlag von 20–40 % gegenüber Oslo oder Bergen möglich
Wer eine Woche oder länger bucht, bekommt in der Regel bessere Konditionen. Auf den Lofoten kann man von etwa 800 NOK (ca. 70 €) pro Tag in der Nebensaison ausgehen – in der Hochsaison sind 1.200–1.500 NOK realistischer.
Zusatzkosten, die viele unterschätzen
- Mautgebühren: werden meist am Ende der Mietdauer pauschal abgerechnet
- Vollkaskoversicherung: oft nicht im Grundpreis enthalten
- Zusatzfahrer: 5–15 € pro Tag extra
- Kindersitz: 8–15 € pro Tag
- Young Driver Fee: unter 25 Jahren meist 10–25 € extra pro Tag
Wichtige Tipps zur Autoanmietung in Norwegen
In Norwegen sind die Straßenverhältnisse sehr unterschiedlich – von gut ausgebauten Schnellstraßen bis zu einspurigen Bergpässen mit Ausweichstellen. Die Wahl des richtigen Fahrzeugs ist entscheidend.
Das richtige Fahrzeug wählen
Wer nur in den Städten und auf Hauptstraßen unterwegs ist, kommt mit einem Kleinwagen gut aus. Wer auf die Lofoten, durch den Hardangerfjord oder in Bergregionen will, sollte ein Fahrzeug mit ausreichend Bodenfreiheit wählen. Im Winter (Oktober bis April) ist Allradantrieb in den Bergen empfehlenswert – in bestimmten Regionen sogar Pflicht. Elektroautos in Norwegen sind eine beliebte und oft günstigere Option, besonders in und um die Städte.
Elektroautos – lohnt sich das als Mietwagen?
In den Städten und auf gut erschlossenen Strecken ja: Das Ladenetz ist hervorragend, Mautgebühren sind für E-Autos teils reduziert, und auf manchen Fährverbindungen gibt es Rabatte. Auf abgelegenen Strecken – besonders bei einer Lofoten-Rundreise im Winter – empfehle ich, die Ladestationen vorab zu planen. Die Reichweite sinkt bei Kälte spürbar. Wer das berücksichtigt, hat mit einem Elektro-Mietwagen in Norwegen meist sehr gute Erfahrungen.
Versicherung nicht vergessen
Standardmäßig ist Haftpflicht enthalten, aber Vollkasko und Diebstahlschutz sind meist Zusatzoptionen. Ich empfehle die volle Abdeckung – gerade für Reisen in Ferienhaus-Regionen abseits der Hauptstraßen. Schäden durch Schlaglöcher auf Schotterstraßen oder kleine Rempler auf engen Fjordwegen passieren schneller als man denkt.
Maut und Verkehrsregeln
Norwegen hat ein automatisches Mautsystem – gebührenpflichtige Straßen, Tunnel und Brücken werden über eine Kamera erfasst. Das Kennzeichen wird registriert, die Gebühren werden am Ende der Mietdauer abgerechnet. Du musst nichts vorab einrichten. Informiere dich außerdem über die Verkehrsregeln in Norwegen – die Promillegrenze liegt bei 0,2‰ und wird strikt kontrolliert. Mehr über die Maut in Norwegen findest du hier.
🇳🇴 „Jeg vil gjerne ha..." – und der Kellner lächelt.
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Mit dem Mietwagen auf den Lofoten
Die Lofoten sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln machbar – aber mit dem Mietwagen sind sie ein anderes Erlebnis. Du kannst nach Sonnenuntergang noch zu einem anderen Strand fahren, am frühen Morgen losziehen bevor die Reisebusse ankommen, und spontan dort anhalten, wo andere einfach vorbeifahren.
Praktische Hinweise: Die Straßen sind überwiegend gut ausgebaut, aber schmal. An populären Punkten wie dem Kvalvika-Strand oder dem Ryten-Aufstieg können die Parkplätze voll werden – früh starten hilft. Die Mietwagenpreise sind höher als in Oslo oder Bergen (s. oben). Wer flexibel ist, kann mit dem Mietwagen vom Festland einreisen und ihn auf den Lofoten zurückgeben (One-Way-Buchung) – das ist nicht überall ohne Aufpreis möglich, lässt sich aber bei der Buchung prüfen.
Die schönsten Routen in Norwegen mit dem Mietwagen
Atlantikstraße und Trollstigen
Norwegen bietet einige der spektakulärsten Fahrstrecken der Welt. Die Atlantikstraße (Atlanterhavsveien) verbindet mehrere kleine Inseln über beeindruckende Brücken – bei rauhem Wetter mit Gischt überspült, bei Sonne traumhaft. Die Trollstigen mit elf Haarnadelkurven ist im Sommer befahrbar und bietet dramatische Ausblicke auf Berge und Wasserfälle. Beide sind Teil des Netzes der Nationalen Touristenstraßen Norwegens – 18 ausgeschilderte Panoramarouten, von denen jede ihren eigenen Charakter hat.
Winterwunderland auf vier Rädern
Während der Wintermonate bekommt Norwegen eine andere Qualität – und die Reiserouten nach Norwegen werden zu einem anderen Erlebnis. Eine Fahrt durch Norwegen zur Weihnachtszeit, wenn die Landschaft unter Schnee liegt, ist unvergesslich. Lillehammer oder Destinationen oberhalb des Polarkreises für die Polarlichter sind mit dem Mietwagen gut erreichbar – wenn du die richtigen Winterreifen hast.
Kulturelle Sehenswürdigkeiten unterwegs
Das Wikingerschiffmuseum in Oslo, die mittelalterlichen Stabkirchen, der Bryggen in Bergen – all das ist bequem mit dem Auto erreichbar und lässt sich gut in eine Rundreise einbauen. Mit dem Mietwagen kannst du Museen am frühen Morgen anfahren und nachmittags schon am nächsten Fjord sein.
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Häufig gestellte Fragen beim Mieten eines Autos in Norwegen
Führerscheinanforderungen
Touristen aus EU-Ländern können mit einem gültigen EU-Führerschein in Norwegen fahren. Ein internationaler Führerschein ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber empfehlenswert – besonders bei Anbietern abseits der großen Städte.
Verständnis der Verkehrsregeln
In Norwegen gilt eine Promillegrenze von 0,2‰ – das ist faktisch Nulltoleranz. Geschwindigkeitslimits werden intensiv überwacht, auch mit stationären Blitzern. Auf vielen Straßen ist Maut fällig; das läuft automatisch über das Kennzeichen des Mietwagens.
Einreisebestimmungen und Dokumentation
Bevor du nach Norwegen reist, solltest du dich über die Einreisebestimmungen nach Norwegen informieren, besonders wenn du aus einem Nicht-Schengen-Land einreist. Alle Reisedokumente sollten gültig und aktuell sein.
Was muss ich als Autofahrer in Norwegen beachten?
Geschwindigkeitslimits und Promillegrenze (0,2‰) strikt einhalten. Mautgebühren werden automatisch über das Kennzeichen erfasst und am Ende der Mietdauer abgerechnet.
Wie alt muss man sein, um in Norwegen ein Auto zu mieten?
Das Mindestalter liegt je nach Anbieter bei 19 bis 21 Jahren. Fahrer unter 25 Jahren zahlen in der Regel einen Junger-Fahrer-Zuschlag (Young Driver Fee) von 10–25 € pro Tag – das sollte bei der Budgetplanung berücksichtigt werden.
Was kostet ein Mietwagen auf den Lofoten?
In der Nebensaison ab ca. 800 NOK (ca. 70 €) pro Tag, in der Hochsaison eher 1.200–1.500 NOK. Hinzu kommen gegebenenfalls Vollkasko und Junger-Fahrer-Zuschlag.
Welche Dokumente benötige ich, um in Norwegen ein Auto zu mieten?
Gültiger Führerschein (mindestens 1 Jahr im Besitz), Reisepass oder Personalausweis, Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers. Internationaler Führerschein wird empfohlen.
Lohnt sich ein Elektroauto als Mietwagen in Norwegen?
In und um die Städte klar ja – gutes Ladenetz, teils Mautvorteile. Auf abgelegenen Strecken (Lofoten, Nordkap) die Ladestationen vorab einplanen. Bei Kälte sinkt die Reichweite spürbar.
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Über den Autor
Sven lernt Norwegisch seit 2006 – damals aus beruflicher Notwendigkeit, heute aus Überzeugung. Er hat Norwegen mehrfach mit dem Mietwagen bereist und kennt die Unterschiede zwischen Buchungsplattformen, Anbietern und Strecken aus eigener Erfahrung. Auf Norwegisch-lernen.info teilt er, was in der Praxis wirklich funktioniert.