Eidfjord in Norwegen: der Vøringsfossen, die schönsten Sehenswürdigkeiten und ehrliche Tipps für deinen Besuch, egal ob mit dem Kreuzfahrtschiff oder auf eigene Faust.
Du planst einen Stopp in Eidfjord und fragst dich, ob sich der kleine Ort am Ende des Hardangerfjords überhaupt lohnt? Kurze Antwort: ja, aber aus anderen Gründen, als die Hochglanzbilder vermuten lassen. Eidfjord selbst ist ein winziges Dorf mit rund tausend Einwohnern. Der eigentliche Grund, warum Kreuzfahrtschiffe und Roadtripper hier anlegen, liegt oberhalb im Tal: der Wasserfall Vøringsfossen, das Hochplateau Hardangervidda und eine Handvoll Ausflugsziele, die man an einem Tag gut schafft. Ich war mehrfach in der Region unterwegs und zeige dir, was sich wirklich rechnet und was du dir sparen kannst.
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Sehenswürdigkeiten in Eidfjord: Vøringsfossen und mehr
Das Wahrzeichen der Region ist der Vøringsfossen, einer der bekanntesten Wasserfälle Norwegens. Das Wasser stürzt insgesamt 182 Meter in die Tiefe, davon rund 163 Meter im freien Fall in die Måbødalen-Schlucht. 2020 kam eine spektakuläre Aussichtsplattform mit einer Treppenbrücke über den Canyon dazu, entworfen im Rahmen der Norwegischen Landschaftsrouten. Von oben blickst du direkt in die Gischt, und genau dieser Punkt macht den Unterschied zu den vielen anderen Wasserfällen, an denen man in Norwegen vorbeifährt.
Ein praktischer Hinweis aus eigener Erfahrung: Es gibt zwei Seiten. Oben am Fossli Hotel parkst du bequem und erreichst die Plattform in wenigen Minuten. Willst du den Wasserfall von unten sehen, führt ein steiler Wanderweg durch die Måbødalen. Beides zusammen ist der schönste Weg, kostet aber Zeit. Wer nur einen kurzen Fotostopp will, fährt oben ran.
Direkt im Ort lohnt das Hardangervidda Natursenter, ein modernes Besucherzentrum zum größten Hochplateau Nordeuropas. Bei Regen ist das der beste Plan, und für Familien mit Kindern die sicherste Bank. Wer höher hinaus will, fährt zum Bergbauernhof Kjeåsen, dem sogenannten Adlerhorst, hoch über dem Simadalsfjord. Die schmale Straße durch den Tunnel ist nichts für schwache Nerven, die Aussicht dafür umso mehr.
Geschichtlich interessant ist das Gräberfeld von Hereid oberhalb der Kirche, mit mehreren Hundert Grabhügeln aus der Eisen- und Wikingerzeit. Das ist kein rekonstruiertes Wikingerdorf, sondern echtes, stilles Gelände, auf dem man die alten Handelswege noch erahnt.
Und die Polarlichter? Hier muss ich ehrlich sein, denn diese Frage taucht bei Eidfjord oft auf. Eidfjord liegt auf rund 60 Grad Nord, also relativ weit südlich. In sehr klaren, starken Winternächten kann man auch hier mal einen Schimmer erwischen, aber ein verlässliches Nordlicht-Ziel ist Eidfjord nicht. Dafür fährst du besser in den Norden, etwa nach Tromsø. Wer im Winter herkommt, kommt wegen Schnee, Stille und Ruhe, nicht wegen der Aurora.
Aktivitäten in Eidfjord: Wandern, Fjord und Winter
Rund um Eidfjord ist Wandern das große Thema. Die Wege reichen vom kurzen Spaziergang bis zu anspruchsvollen Touren hinauf zur Hardangervidda. Beliebt ist die alte Straße durch die Måbødalen, die man teils zu Fuß oder mit dem Rad erkunden kann. Wer die Fjordlandschaft vom Wasser aus erleben will, bucht eine Kajaktour und paddelt entlang der steilen Wände, an denen sich die Berge im ruhigen Wasser spiegeln.
Eine Frage, die in der Suche immer wieder auftaucht: Wie tief ist der Fjord eigentlich? Der Hardangerfjord, zu dem Eidfjord gehört, zählt mit rund 800 Metern zu den tiefsten Fjorden der Welt. Der innerste Arm bei Eidfjord selbst ist deutlich flacher, aber die schiere Tiefe des Hauptfjords erklärt, warum selbst große Kreuzfahrtschiffe bis hierher fahren können.
Im Winter zeigt sich die Region von ihrer ruhigen Seite. Schneeschuhwandern, Skilanglauf oder ein Spaziergang durch die verschneite Landschaft, das ist Eidfjord abseits der Kreuzfahrtsaison. Ein Winterurlaub in Norwegen in dieser Ecke ist etwas für Leute, die Stille suchen statt Trubel.
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Eidfjord auf eigene Faust: Ausflüge, AIDA und Kreuzfahrt
Eidfjord ist einer der wichtigsten Kreuzfahrthäfen am Hardangerfjord. Wenn dein Schiff, egal ob AIDA oder eine andere Reederei, hier anlegt, stehst du vor der Frage: gebuchter Ausflug oder auf eigene Faust? Meine Erfahrung: Für Eidfjord lohnt sich die eigene Faust fast immer, weil die Highlights nah beieinander liegen.
Vom Hafen fährt die Bimmelbahn (der kleine Troll-Train) zu den nahen Zielen, was besonders für Familien und alle bequem ist, die nicht viel laufen wollen. Wer flexibler sein will, nimmt einen Mietwagen oder ein Taxi hoch zum Vøringsfossen. Der Klassiker unter den gebuchten Touren führt zur Aussichtsplattform und zum Natursenter, beides erreichst du aber auch selbst.
Ein Tipp zur Planung: Lade dir vorab eine Karte der Region herunter und markiere Hafen, Vøringsfossen, Natursenter und Kjeåsen. So siehst du auf einen Blick, was sich in deiner Liegezeit ausgeht. Für die kurzen Strecken reicht in Eidfjord meist ein Taxi oder ein Mietwagen, einen teuren Reederei-Ausflug brauchst du hier selten. Gerade wer flexibel zum Vøringsfossen und weiter zur Hardangervidda will, fährt mit dem eigenen Wagen am günstigsten und ist nicht an feste Tourzeiten gebunden.
Kultur, Geschichte und Küche in Eidfjord
Eidfjord ist mehr als nur der Ausgangspunkt zum Wasserfall. Im Ort und ringsum spürst du die lange Geschichte einer Region, die über Jahrhunderte von Landwirtschaft, Fischerei und Handel gelebt hat. Die traditionellen Holzhäuser mit ihren geschnitzten Details erzählen von einer engen Verbindung zwischen den Menschen und ihrer rauen Umgebung.
Kulinarisch bleibt es bodenständig. Frischer Fisch, Wild und Beeren bestimmen die lokale Küche. Ein Café oder ein kleines Restaurant am Wasser ist ein guter Platz, um den Tag ausklingen zu lassen, gerade wenn die Tagesgäste der Kreuzfahrtschiffe wieder abgelegt haben und der Ort zur Ruhe kommt.
Wer sich für das kulturelle Erbe interessiert, findet in der Region auch Kunsthandwerk, das alte Techniken bewahrt. Von handgewebten Textilien bis zu geschnitztem Holz, hier wird Handwerk noch als Teil der Identität verstanden, nicht nur als Souvenir.
Reisetipps und Unterkünfte für deinen Aufenthalt in Eidfjord
Die beste Reisezeit für Eidfjord ist der Sommer von Juni bis August, wenn die Straßen zur Hardangervidda offen sind und die Wasserfälle die meiste Kraft haben. Genau dann ist es aber auch am vollsten, weil die Kreuzfahrtsaison läuft. Wer mehr Ruhe will, kommt im späten Mai oder September.
Bei den Unterkünften reicht die Auswahl von gemütlichen Ferienhäusern in Norwegen bis zu Hotels mit Fjordblick. Eidfjord ist im Sommer beliebt, also buche früh, sonst weichst du auf Orte weiter weg aus. Wenn du die Region auf einer größeren Runde erkundest, hilft ein Blick auf die passenden Reiserouten nach Norwegen. Von Eidfjord aus erreichst du gut weitere Ziele am Fjord, etwa den Osterfjord.
Eine offizielle, verlässliche Quelle für aktuelle Öffnungszeiten und Anreise ist das norwegische Fremdenverkehrsamt unter visitnorway.de.
Ein letzter Gedanke zur Sprache: Du musst kein Norwegisch können, um in Eidfjord klarzukommen, fast alle sprechen Englisch. Aber ein paar Wörter öffnen Türen und sorgen für Sympathie. Genau darum geht es hier auf der Seite, und ein bisschen davon macht deinen Besuch entspannter. Mehr dazu findest du im Reisebereich für Norwegen.
Häufige Fragen zu Eidfjord
Wie tief ist der Eidfjord?
Der Hardangerfjord, zu dem Eidfjord gehört, erreicht rund 800 Meter Tiefe und zählt damit zu den tiefsten Fjorden der Welt. Der innerste Arm direkt bei Eidfjord ist deutlich flacher, die große Tiefe betrifft den Hauptfjord.
Wie hoch ist der Vøringsfossen?
Der Vøringsfossen stürzt insgesamt 182 Meter in die Tiefe, davon etwa 163 Meter im freien Fall. Seit 2020 gibt es eine Aussichtsplattform mit Treppenbrücke über die Schlucht.
Was kann man in Eidfjord auf eigene Faust machen?
Vøringsfossen, das Hardangervidda Natursenter und der Berghof Kjeåsen lassen sich gut selbst erreichen, per Mietwagen, Taxi oder der Bimmelbahn ab Hafen. Die Wege sind kurz, ein gebuchter Ausflug ist selten nötig.
Wann ist die beste Reisezeit für Eidfjord?
Juni bis August für offene Bergstraßen und volle Wasserfälle, dann aber viel Betrieb durch Kreuzfahrten. Ende Mai und September sind ruhiger und trotzdem gut befahrbar.
Hej, ich bin Sven. Seit 2006 lerne ich Norwegisch und bin seitdem regelmäßig im Land unterwegs, vom Hardangerfjord bis in den Norden. Mit über 20 Jahren Erfahrung rund um Sprache und Reisen teile ich auf Norwegisch-lernen.info, was wirklich hilft: ehrliche Tipps und die kleinen Dinge, die einen Besuch in Norwegen entspannter machen. Mehr über mich erfährst du hier.